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DudL "Mythen über Verschwörungstheorien und ihre Folgen"

  • Autorenbild: POLIS
    POLIS
  • 25. Juni
  • 2 Min. Lesezeit


English version below


Trotz oder vielleicht gerade wegen der heißen Temperaturen durften wir Michael Butter am 24.06.2026 zu unserem ersten DudL dieses Jahr unter der Linde vor dem Institut für Politikwissenschaften begrüßen. Sein Thema dabei war “Mythen über Verschwörungstheorien und ihre Folgen”. Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen und arbeitet seit über zehn Jahren zum Thema Verschwörungstheorien, zu dem er auch mehrere Forschungsprojekte betreibt.


In ihrer Präsentation präsentierte Michael Butter fünf Mythen über Verschwörungstheorien, zu denen er unter anderem die laut ihm “rein deutsche” Diskussion darüber, ob tatsächlich von Theorien und nicht eher von Verschwörungsmythen oder Verschwörungsglauben die Rede sein sollte, oder die Annahme, dass alle Verschwörungstheorien per se antisemitisch seien, zählte.

Darüber hinaus teilte Herr Butter historische Verschwörungstheorien insbesondere in Bezug auf die Vereinigten Staaten und legte die Rolle, die sie in deren Entstehungsgeschichte spielten, dar.


In der anschließenden Diskussion wurde die Konzeptionalisierung (und deren Auswirkung) von Verschwörungstheorien, die Demographie von Verschwörungstheoretiker*innen und die Präventionslandschaft in Bezug auf Verschwörungstheorien in Deutschland diskutiert. Dabei teilte Butter zum Beispiel, dass Männer mittleren Alters die anfälligste Gruppe für Verschwörungstheorien seien, dass aber Verschwörungstheorien, die sich im weiteren Sinne auf den Körper, wie Verschwörungstheorien zum Thema Impfen, eine Ausnahme bilden.


Wir bedanken uns sehr herzlich bei Michael Butter für seinen unglaublich spannenden und anregenden Input und die Diskussionsleitung!

 

English version


Despite—or perhaps precisely because of—the hot temperatures, we were pleased to welcome Michael Butter on June 24, 2026, to our first (in this semester) DudL under the linden tree in front of the Institute of Political Science. His topic was “Myths About Conspiracy Theories and Their Consequences.” Michael Butter is a professor of American literary and cultural history at the University of Tübingen and has been researching conspiracy theories for over ten years, and has conducted in several research projects on them.


In his presentation, Butter highlighted five myths about conspiracy theories. The first of them being the exclusively German discussion that it would be preferable to speak of conspiracy myths or beliefs rather than theories. Another one of these myths was the notion that conspiracy theories are per definitionem antisemitic. Furthermore, Butter shared insights on historical conspiracy theories that were at play during crucial points in the formation of the United States of America as a state and its party landscape.


The following discussion centered around the concrete conceptualization of conspiracy theories and the effects that might have as well as on the typical demographic of believers in conspiracy theories and offers regarding prevention in Germany. Butter highlighted that those who follow conspiracy theories are most often middle-aged men yet when it comes to conspiracy theories regarding “the body”, like anti-vaccination campaigns, they have a following of men and women alike.


We sincerely thank Michael Butter for his fascinating presentation and his moderation of the discussion.

 

 

 






 
 
 

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